Das verflixte erste Kapitel

Das verflixte erste KapitelDas erste Kapitel eines Romanes, wie ALLE MEINE AVATARE ist die Eingangstür zu einer phantastischen Reise. Da muss der Leser durch, bevor er auf dem Dancefloor abrocken kann. Findet der Leser aber keinen Zugang fällt die Party aus.

Bei ALLE MEINE AVATARE habe ich mehrere Versionen des Anfangs geschrieben. Ihn mit anderen Autoren diskutiert. Und mit einem Lektor durchgegangen. Leider scheint der Anfang dennoch eine heftige Hürde zu sein, die manchen Leser straucheln lässt.

Klar kann man es nicht jedem recht machen und ALLE MEINE AVATARE verlangt vom Leser auch noch, dass er sich einen Reim auf das macht, was da vorgeht. Der Roman liefert keine Erklärung mit, schließlich geht es nicht darum, dass die Protagonisten sich selbst analysieren. Leser haben mir verschiedene Erklärungen angeboten, und ich halte sie alle für okay, solange es hilft sich zurechtzufinden.

Diejenigen, die durchgekommen sind, erklären oft, dass ihnen der Einstieg in ALLE MEINE AVATARE schwerfiel. Als sie sich das Ganze dann erschlossen hatten, war es aber ganz leicht. Das soll natürlich nicht heißen, die Story wäre abgesehen davon perfekt.

Fazit: Nächstes Mal noch mehr Mühe in den Einstieg stecken, d.h. noch mehr Arbeit für die Testleser! Den Einstieg breit wie ein Scheunentor gestalten. Sound und Schnittchen einarbeiten, um den Leser reinzuziehen. Und mittendrin ein Autor, der jedem Leser die Daumen drückt. Auch allen, die ALLE MEINE AVATARE noch versuchen wollen 😉

Und wer noch einen Tipp für ALLE MEINE AVATARE braucht: Einige Figuren existieren nur im Kopf des Protagonisten. Sie liefern sich einen »Inneren Dialog« mit ihm, repräsentieren Logik und Gefühle. Außerdem wäre da noch die Darstellung der Gedanken beim Programmieren einer Software in Form einer kurzen Schiffsreise. Genug gespoilert. Lesen!