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Luft holen nicht vergessen!

Zum Jahresanfang lieber Rückschau auf das was war, oder Ausblick auf das, was kommt oder kommen könnte? Besser Zukunft, dann hab ich selbst schon mal einen Überblick, worauf ich mich wieder einlasse 😉

Schön, wenn man genug Geschichten hat, um Material für mehrere Anthologien anbieten zu können. Einige sind für dieses Jahr eingeplant und zwei Lesungen gleich mit. Ist Ehrgeiz vorhanden, doch noch Neues dafür zu schreiben? Schon, doch dafür müsste die Muse Überstunden machen … überreizen sollte man nicht.

Auch dieses Jahr gibt es Sachtexte zu verfassen, das läuft irgendwie immer. Schon schön, wenn man nach Texten gefragt wird. Allerdings fällt es dann auch um so schwerer, Nein zu sagen. Und bloß kein Stress neben dem Brotjob, gelle. 😉

Vor allen Dingen lauert da ein Romanprojekt. Ob es damit ernst wird, entscheidet sich im Frühjahr. Sollte das alles so gehen wie gedacht, umso schöner. Ansonsten: Wichtiger ist halt doch, dass daneben noch Zeit bleibt, sich einfach vom Leben treiben zu lassen … 🙂

Der Zeit voraus

Im Allgemeinen sind meine öffentlichen Auftritte vor Zuhörern hier vermerkt – hinterher.
Wie mir aus verlässlicher Quelle zugetragen wurde, bringt es wenig, im Nachhinein zu erfahren, wo man hätte zuhören können.
Da ich ungern über ungelegte Eier gackere, wird sich das nur im Ausnahmefall ändern 🙂

Und da sind wir schon bei der Ankündigung – so schnell geht das:
Live bei RADIO LORA 92.4 (UKW, DAB+, Kabel) am Freitag, 24. Februar 2017. Beim poesie[magazin] darf ich zwischen 20 und 21 Uhr ein paar Minuten zum Programm beitragen.

Kann gut sein, dass ich in diesem Fall umgekehrt von einer Nachberichterstattung des Ereignisses absehe.
Ausnahmsweise, damit wirklich alles anders ist.
Jetzt bitte vorfreuen und viel Spaß beim Zuhören 😉

RADIO LORA auf UKW 92,4 / DAB+ Kanal 11C / im Münchner Kabelnetz 96,75. Das poesie[magazin] ist eine Radiosendung zweier Münchner Literaturportale am 4. Freitag im Monat.

Wenns es dem Autor zu bunt wird …

Der Herbst war wieder die stressigste Schreibers-Zeit des Jahres, obwohl sich nur wenig schreiben ließ. Viel Herzblut, Zeit und Schweiß floss in Lesung, Vortrag und Manuskriptanbieten. Ein Teil davon ist ganz spaßig – der andere Teil nervig. Bitte raten was gemeint ist …

Es war natürlich kein Stress, zwischendrin ein Gedicht zusammenzuzimmern und beim Poetry Slam vorzutragen. Noch dazu eines, dass den Zuhörern besser gefiel als der Jury (okay, billigste Ausrede für Nicht-gewinnen ;-). Jedenfalls hat auch mir das Ganze Spaß gemacht und was will man mehr?

Es schadet nicht, eingefahrene Gleise zu verlassen, Weichen umzustellen. Musste ich also unbedingt zwischendrin noch eine andere Autorengruppe besuchen? Ja, klar, braucht das Energie. Um so schöner, wenn was zurückkommt.

Dieses Jahr hat damit noch ein paar amüsante Tupfen bekommen, auf das am Ende mehr Freude als Frust im Topf ist. Und die Karte für nächstes Jahr hat ein paar interessante Stationen dazu gewonnen. Fast wie ein Eichhörnchen, dass schon mal einen Vorrat anlegt, um sich ein kleines Glück zu sichern. Ommmm … 😉

Vorgetragen

Der diesjährige Phantasten-Vortrag fand zum Thema »50 Jahre Raumpatrouille« statt – schließlich wurde das Raumschiff ORION gerade im Windschatten der Enterprise gefeiert.
Der Vortrag wurde ein netter Abend mit einem Dutzend Zuschauern, sowohl solcher, die die Serie nicht kannten bis hin zu Fans. Und was nehme ich für mich dieses Jahr mit?

raumpatrouille-zum-50sten

(17.9.2016 – Raumpatrouille-Feier im Bundesplatzkino, Berlin)

Vor allem muss ich mich daran gewöhnen, trotz Stichwortzettel jedesmal etwas zu vergessen, das hätte gesagt sein wollen. Auch wollen die Medien den Räumlichkeiten angemessen sein. Bücher und Laptop kamen im langgezogenen Raum an die Grenzen – mit noch mehr Leuten wärs schwierig geworden.

Inhaltlich zeigt sich, das die Linie, nicht nur an der Oberfläche zu schwimmen, sondern auch mal tiefer zu tauchen, sich bewährt. Details machen eine Menge aus, vor allem wenn Neulinge und Kenner zuhören. So hat jeder was davon.

Wenn hinterher zum Vortrag gratuliert wird, ist das schon gut. Aber Kommentare wie »Erstaunlich, ich hatte nicht gewusst, dass …« oder »Ich kenne das so lange, habe aber nie bemerkt, dass …« zeigen, es hat sich gelohnt. Für mich und die Leute. Bis nächstes Jahr!

Mehrteiler

mehrteilerDer typische Rat für Schriftsteller: Geh in Serie! Nicht ein singuläres Buch schreiben, sondern mit Fortsetzungen arbeiten. Zumindest, wenn man eine gewisse Zielgruppe hat. Wer ein Buch kauft und es gut findet, kauft gerne wieder vom selben Autor. Allerdings braucht man auch die Zeit zum Romaneschreiben, sonst wird es schwierig 😉

Auch der Mensch, der hier schreibt, muss sich seine Zeit einteilen. Da ist ein Anteil Privatleben und ein Teil Berufsleben, Letzteres finanziert Ersteres 🙂
Und daneben gibt es noch den schreibenden Teil. Aber sogar der ist geteilt: Der Prosaschreiber, zu dem auch dieser Blog gehört, und anderseits der Sachtextautor.

Mitleser wissen, dass der Prosaautor zuletzt wenig zu melden hatte. Klar, bis Mitte des Jahres gilt es einige Anthologie-Texte vorzulegen, aber zur Not müssen ältere Stücke dafür aufpoliert werden.
Bis Ende April gilt es einen neuen Romananfang für einen Autorentreff zu fabrizieren. Terminlich schwierig, aber so leicht lässt sich ein ganzer Autorentreff nicht umorganisieren. Um aus der Bredouille zu kommen, kann ich natürlich auch hierfür ältere Texte aus der Schublade ziehen, aber für so eine Gelegenheit soll es schon was Besonderes sein.

Am Ende muss sich die Prosa jedoch gedulden, denn Sachtexte stehen auch noch an. Ein ganzes Buch harrt der Veröffentlichung, natürlich ein Herzensprojekt, nur der letzte Schliff braucht leider noch Wochen und Monate. Da kommt es gelegen, wenn ausgerechnet heute ein Verlag anfragt, ob man nicht binnen zweier Monate einen Beitrag für seinen Sammelband liefern könnte. Da sagt man doch nicht nein, oder?
Kommt alles auf die richtige Einteilung an. Also: Teile und Schreibe.

Das Jahr schleicht sich

Manche Monate sind schwierig. Nun ist wieder Weihnachtsfeiermonat.
Auf der gestrigen Feier wurde ich gebeten, eine Passage aus »Alle meine Avatare« zu lesen. Hat mir und den Zuhörern Freude gemacht. Das sind die Momente, die man wirklich braucht. Das neue Jahr kann kommen! 🙂

Und die Schreibe? Es schreibt sich, aber es streicht sich aus. Ich suche noch, was in den »Buch-Koffer« mit auf die Reise geht und was da bleiben muss.
Welche Gedanken dürfen die Welt sehen und welche nicht. Manchmal sind zu viele Gedanken einfach Verschwendung und da wirds philosophisch:
Eines Menschen Leben ist wie eine Feder im Strom. Man muss lernen, sich getrost treiben zu lassen. 😉