Archiv der Kategorie: Lesung

Jahreslesung

In der Seidlvilla fand gestern Abend, 2. November, ab 19 Uhr die Pegasus-Jahreslesung statt. Der Abend lief abgesehen von kleinen Mikrofonpannen wieder sehr gut. Vielleicht sollten wir nächstes Mal vorab mit Mikrofon proben 😉

Pegasus Lesung 2015bKnapp 40 Gäste wollten die Texte von 15 Autoren hören.
Dazu gab es wie immer die bewährte musikalische Begleitung am Piano. Das Instrument muss wie der Raum gemietet werden. Dank des regen Zuspruchs konnten die Kosten gedeckt werden.

Für so eine Lesung macht man was mit. Immer wieder habe ich den Text über die Wochen geübt, am Wochenende mehrfach. Erstes Lampenfieber schon am Vorabend. Am Tag selbst dann schon Stunden vorher. Schön, dass es sich wieder gelohnt hat.

Gelesen und für gut befunden

Gelesen und für gut befundenFreitag habe ich mal wieder ein Romankapitel vorgelesen. Knapp fünf Seiten, werden so 15 Minuten gewesen sein. Anlass war ein Autorentreff, bei dem jeder alle halbe Jahre Gelegenheit zum Vortrag hat.

In der Mehrzahl fanden die Kollegen den Ausschnitt gut und spannend genug, um weiter zu lesen. Nun müsste ich nur mal wieder ein Projekt fertigstellen, statt immer nur Teile zu haben. Anderseits wären neue Leser/Hörer-Kreise auch interessant. Was geht vor?

Von der Vorarbeit spricht wieder niemand? Am Beginn des Monats hatte ich nur die Idee. Die musste vor zwei Wochen auf Papier gebannt, dann in den Computer übertragen werden. Bearbeiten, bearbeiten. Irgendwann ausdrucken und Heftiges korrigieren. Wieder rein in den Computer damit. Lautes vorlesen und Feinjustieren

Klingt nicht so effektiv? Darum geht es beim Schreiben auch nicht in erster Linie. Oder?

Und die Preise gehen an …

Mittwochabend wurden im obersten Stockwerk des Literaturhaus München vor 200 Hörern Preise verliehen. Sechs Mal die mit je 6000 Euro dotierten Literaturstipendien der Stadt und der Leohnhard-und-Ida-Wolf-Gedächtnispreis für junge Autoren (3000 Euro).

literaturhaus-2015Das sollte für Schreiber eine Pflichtveranstaltung sein. Hier geht es nicht um hochliterarische Texte, sondern um Gegenwartsliteratur ohne Schnörkel. Leicht verständlich, geradeheraus und im besten Falle humorvoll.

Vermutlich haben die meisten Preisträger dasselbe Problem wie viele von uns: Einen Verlag finden, wenn das Werk erst einmal fertig ist. Es hat wie immer nichts mit der Qualität der Texte zu tun, sondern mit Kontakten (wofür ein Preis nicht schlecht ist) und Glück. Insofern allen Autoren die besten Wünsche.

Und nächstes Mal, liebes Kulturreferat, bitte auch dem Übersetzer drei Minuten zum Vorlesen geben 😉

Herbstzeit, Lesezeit

Alle Jahre wieder: Herbstzeit ist Lesungszeit. Nach der Sommerpause sind die Leute wieder hörbegeistert.

Über 20 Zuhörer kamen Donnerstag Abend, 2. Oktober in die Buchhandlung Bräunling in Puchheim. Wie im Vorjahr gab der VHS-Schreibkurs der Stadt seine Geschichten zum Besten. Dazu waren Gastleser aus München geladen.

Lesung Evy Buchhandlung 2015Wir Gäste durften neben eigene Sachen lesen (meines war „Verloren am Berg“) noch aushelfen für fehlende Kursteilnehmer. Eine der vorlesenden Damen hatte einen Dialog geschrieben, der auch so aufgeführt werden sollte. So sprach ich dann die männliche Rolle und versuchte meiner Stimme den passenden nordischen Zungenschlach mitzugeben.

Weiter geht es demnächst mit der Pegasus-Jahreslesung. Die steigt Montag den 2. November um 19 Uhr, wie immer in der Seidlvilla. Bis dahin bin ich im Training … 😉

Lesebühne am Stachus

Im Hugendubel am Münchner Stachus gibt es eine regelmäßige Lesebühne. Das sei jetzt mal erwähnt, ohne gleich Schleichwerbung zu machen. Veranstaltungen macht keine Buchhandlung einfach so; gut ist, dass sie es machen!

Lesebühne HugendubelAn einem der ersten Freitage im Monat (diesmal war es der Zweite) wird im Erdgeschoss eine Bühne aufgebaut und etwas vorgetragen. Vier Poetry-Slam Gestählte unterhielten die Zuschauer diesmal, vor allem mit Texten, die man eben auch bei einem Slam bringt.
Es gab vielleicht etwas viel Musik und etwas wenig packende Prosa.

Etwa 30 Leute liessen sich ab 18 Uhr gut unterhalten, weitere Besucher blieben immer wieder mal hängen. Offenbar könnten bei mehr Sitzgelegenheiten (ordentliche Kissen!?) noch mehr Hörer gewonnen werden. Anderseits kann man auch im Café sitzen, und während der Vorstellung was trinken. So als kleiner Tipp 😉

Ein rauschender Ballabend …

… war das gestern Abend zwar nicht, aber dennoch eine gelungene Lesung vor knapp 40 zahlenden Gästen.
Eine launige Moderatorin kündigte die Kurzgeschichten bzw. Gedichte von einem Dutzend Vereinsmitglieder an, Klaviermusik sorgte für ein wenig Entspannung zwischendurch.

Für die einmal jährlich stattfindende Veranstaltung habe ich am Wochenende noch kräftig geübt. Ich hatte sicher schon einfachere Texte gelesen, aber das Üben hilft doch sehr. Meine Nervosität hielt sich so weit in Grenzen, ja, eigentlich befand ich mich beim Vortragen weitgehend im Flow, also im Text. Nur einmal habe ich kurz meine Füße wahrgenommen, die nicht mehr so heftig zitterten wie in vergangenen Zeiten.

Ein wenig ins schwitzen brachte mich nur die Anlage, denn je nachdem wie ich vor dem Mikro den Kopf wandte, hörte ich mich aus den Boxen mal lauter oder mal gar nicht. War ich jetzt zu weit weg beim sprechen oder jetzt zu nahe dran?
Uff, man darf sich wohl selber nicht zuhören – hinterher meinten alle, der Ton wäre durchweg okay gewesen.

Mit dieser Truppe eine Lesung zu machen ist wunderbar. Ich denke Zuhörer wie Leser sind zufrieden nach Hause gegangen. Gerne öfter 😉