Archiv der Kategorie: Treffen

Gelesen und für gut befunden

Gelesen und für gut befundenFreitag habe ich mal wieder ein Romankapitel vorgelesen. Knapp fünf Seiten, werden so 15 Minuten gewesen sein. Anlass war ein Autorentreff, bei dem jeder alle halbe Jahre Gelegenheit zum Vortrag hat.

In der Mehrzahl fanden die Kollegen den Ausschnitt gut und spannend genug, um weiter zu lesen. Nun müsste ich nur mal wieder ein Projekt fertigstellen, statt immer nur Teile zu haben. Anderseits wären neue Leser/Hörer-Kreise auch interessant. Was geht vor?

Von der Vorarbeit spricht wieder niemand? Am Beginn des Monats hatte ich nur die Idee. Die musste vor zwei Wochen auf Papier gebannt, dann in den Computer übertragen werden. Bearbeiten, bearbeiten. Irgendwann ausdrucken und Heftiges korrigieren. Wieder rein in den Computer damit. Lautes vorlesen und Feinjustieren

Klingt nicht so effektiv? Darum geht es beim Schreiben auch nicht in erster Linie. Oder?

Ach guck, der Perry

SF PlakateEs ist wieder Garching Con (gewesen): 4. bis 6. September. Alle zwei Jahre treffen sich die Fans des Perryversum vor den Toren Münchens, im Bürgerhaus Garching.

Das ist nicht nur für Perry-Rhodan-Fans, nein, jeder SF-Fan kann hin. Es gibt genug zu quatschen, zu sehen und zu finden. Schließlich handelt es sich offiziell ja um die „Garchinger Weltraumtage“. Der Münchner PR-Stammtisch ist „lediglich“ der Veranstalter, und das mach(t)en sie gewohnt zuverlässig.

Während der zahlungspflichtigen Veranstaltungen wird in den Gängen nicht eben gedrängelt, dafür gibt es auch freie Veranstaltungen und Lesungen.
Treffen sich dort die „immergleichen“ Leute? Neulinge sind sicher in der Minderzahl, anderseits schadet es doch nicht, wenn man weiß, wen man mal wieder treffen kann 🙂

Charakterisierung macht die Szene

Gestern Abend hab ich einer »Jury« die ersten 13 Normseiten des Romanprojektes vorgestellt, das sich eines historischen Stoffes annimmt. Der Einstieg ist weder actionreich noch spannungsgeladen, aber daran hatte ich auch kaum Gedanken verschwendet. Mir ging es mehr um das sprachliche Einfangen der vergangenen Zeiten, was gut ankam.

Charakterisierung macht die SzeneWas nicht soooo gut klappte, war die Charakterisierung des Protagonisten, der in einer »Midlife-Crisis« zu stecken scheint. Das war der Knackpunkt, den ich befürchtet hatte. Der Fehler lag wohl darin, dass ich hier kurzfristig etwas in die bereits bestehenden Szenen einmassiert hatte, weil mir der Protagonist sonst zu blass erschien. Die Lehre daraus: Baue Szenen um die Charakterisierung rüber zu bringen. Wenn du den Charakter änderst, musst du neue Szenen zur Vermittlung (er)finden.

Überraschend gut kamen die Dialoge an. Auf die hatte ich nicht sonderlich geachtet. Offenbar habe ich über die Jahre Handwerkliches gelernt, was auch mal im Automatikflug noch zum Tragen kommt. Die vielen Konfliktfelder rund um den Protagonisten wurden positiv notiert. Nun muss ich mich entscheiden: Weiterhin interessante Stoffe durchprobieren oder doch mal wieder einen Schreibmarathon, sprich Roman, angehen …

Vom Schreiben leben muss ich ja glücklicherweise nicht. Helge Malchow (Verlag Kiepenheuer und Witsch) hat letzte Woche im SZ-Interview erklärt, dass ein Autor von 20000 oder 30000 verkauften Exemplaren eines Buches kaum leben kann, wenn er so ein Werk nur alle 2 Jahre herausbringt. All zu viele Amateur-Kollegen geben sich hier Millionärs-Träumen hin. Vermutlich ist Lottospielen einträglicher. Für einen Selfpublisher sind einige Hundert Downloads schon eine schöne Sache und vierstellige Zahlen bringen auch Bauchkribbeln, wetten? 🙂

Der letzte Sonnentag …

Baum Germering… des Jahres war das. Und nein, das war nicht heute. Montag und Dienstag, beruflich auf einer Konferenz in Germering, ging es in der Pause noch mal im T-Shirt raus. Da entstand das Foto vom Baum, der nur an den Spitzen noch Blätter hält. Das war es wohl für dieses Jahr mit Wetter 🙂

In den letzten Tagen habe ich bei einem Autoren-Treffen eine weitere Geschichte aus meinem neuen Roman-Universum geschrieben und eine andere vorgelesen. Das war ein Test, denn Anfang November ist wieder Lesung vor großem Publikum.

Dann war da noch Muesumsnacht – habe mir unter anderem den Raumfahrt-Teil im Deutschen Museum gegeben. Sonnensystem, Raketen, Spacelab … Und im Erdgeschoss, bei den Fliegern wird ordentlich gefeiert. Kleiner Tipp, für nächstes Jahr … 😉

Story- und Stil-Fragen

Gestern Abend Anfang der neuen SF-Story vorgestellt. Kam gut an. Gutes Feedback bekommen. Kleinigkeiten zu verbessern. Alle auf Fortsetzung gespannt.

Story- und Stil-FragenSoweit zur Zusammenfassung eines Treffens am gestrigen Abend. Ich bin ja selbst gespannt, wie ich das vielversprechende Setting umsetzen werde.
Nun aber zu einem Aha-Erlebnis, das sich im Anschluß noch ergab: Die Zusammenfassung, die ich oben gegeben habe, besteht aus nicht-vollständigen Sätzen, also Ellipsen, die ihrerseits zur Gruppe der Satzfiguren gehören.
Würde ich ständig so schreiben, alle Texte und Romane, könnte man mir diesen Stil zuschreiben, ja sogar vom Stiftland-Stil sprechen. Mache ich aber nicht! Jedenfalls finden sich Stilistischen Figuren selten bis gar nicht in den vielen Ratgebern für Schreibende.

Gerade für den literarischen Bereich von T. Mann bis G.G. Marquez oder E. Hemingway bis R.Schneider bekommt man praktisch nie Schreibtipps. Im Gegenteil, deren Schreibe würde oft genug den Ratschlägen zum Opfer fallen, Stichwort: kürzen!
Dabei haben schon die alten Griechen die Schreibstile unterschieden, was dann später rein auf die Zielgruppe reduziert wurde.
Schreibratgebern sollte man so oder so nicht immer alles glauben. Sonst findet man nie den eigenen Stil.