Archiv der Kategorie: Zwergplaneten

Kurzbesuch

Pluto - New Horizons»Philae« zickt und »Dawn« kreiselt sich laaangsam weiter ran. Während auf Tschuri und rund um Ceres die Spannung wochenlang gezogen wird, ist am Pluto und seinen 5 Monden alles binnen Tagen gelaufen. »New Horizons« ist mit 14 Kilometern pro Sekunde an dem Zwerg vorbei gerast und hat ihn ganz nebenbei doch wieder etwas aufgewertet. (Image Credit: NASA/APL/SwRI)

Eine Zeitlang galt Eris schon als größter Plutoid aber mit 2370 km Durchmesser liegt nun wieder Pluto knapp vorne. Einzig die Datenübertragung sorgt weiter für etwas Spannung, denn vieles von den gesammelten Schätzen verharrt wochenlang auf dem Speicher der Sonde. Obwohl bislang alles gut ging, könnte ein verflixtes, verirrtes Staubkorn einschlagen und die Übertragung beenden.

Mal sehen, was »New Horizons« auf seiner langen Reise noch finden wird. Geplanter Aufschlag wie vielleicht bei »Rosetta« auf Tschuri oder ab in die Ewigkeit, wie »Voyager« und »Pioneer« zuvor? Jedenfalls bekommen wir dieses Jahr einige schöne Bildpost zugeschickt.

Dawn ist dran!

Ceres von Dawn aus gesehen - Feb 2015Die Raumsonde Dawn hat Ceres fast erreicht und schickt bereits tolle Bilder. – Na, und? Könnte man sagen. Anderseits ist es ein Besuch beim größten Zwergplaneten im Asteroidenring. Vesta, wo Dawn vorher Hallo gesagt hatte, hat schon einige Kilometer, aber Ceres ist der eindeutige Platzhirsch.

Bild: Ceres von Dawn aus gesehen – Image Credit: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Wäre Pluto nicht runtergstuft worden … (hört sich an, wie Finanzkrise) … wäre Ceres der größte (bekannte) Zwergplanet im Sonnensystem. Mittlerweile haben wir auch noch Eris, Orcus, Sedna und viele andere dazubekommen.

Was machen wir mit Asteroiden? In der SF ist es einfach. Erzminen wären denkbar. Baut man unter(astero)i(r)dische Siedlungen, könnte das Gestein des Asteroiden prima als Abschirmung gegen Strahlung wirken. Es sei denn, so ein Zwergplanet ist doch nicht so dicht, wie man es gerne hätte.

Einige Asteroiden haben vielleicht Wasser – wird auch bei Ceres vermutet. Schon mal nicht schlecht, Luft kriegen wir da auch noch raus. Aber der An- und Abflug zieht sich und Sonnenbaden in der Freizeit ist nicht drin. Eher was für Roboter?
Kann funktionieren, und bei Problemen schicken wir – wie weiland 1966 in »Hüter des Gesetzes« – das Raumschiff ORION nach … nein, nicht Vesta (da haben sie die Hyrda aufgelesen), sondern nach Pallas, um nach dem rechten zu sehen.

Asteroiden Richtung Erde verlagern, um das Erz leichter abbauen zu können? Spitzenidee! Dauernd rechnen sie uns im Fernsehen vor, das wieder ein Asteroid soooo knapp an der Erde vorbeigeschrammt ist, aber in einigen Jahrzehnten noch mal vorbeischaut und – dann ABER!!!
Da werden wir selbst natürlich freiwillig noch mehr Gestein in Erdnähe bringen, klar. Hm … ach so, es geht um Geld? Viel Geld! Somit ist diese grandiose Idee also doch nicht ausgeschlossen …

Aber solange es nicht so weit ist: erst Mal ein Cerveza auf Ceres und Dawn!

Besuchstage

Letztes Jahr hat „Rosetta“ bei Tschuri vorbei geschaut und Gerst auf der Raumstation ISS.

BesuchstageDieses Jahr geht es munter weiter. „New Horizons“ ist im Anflug auf Pluto, dem Zwergplaneten, der bei Abreise der Sonde noch als „vollwertiger“ Planet galt. Im Juli gibt es hoffentlich tolle Bilder.

Praktisch zeitgleich guckt „Dawn“ sich den deutlich näher gelegenen Zwergplaneten Ceres im Asteroidengürtel an, nachdem sie vor 4 Jahren schon Vesta beäugt hat.

Neben dem einen oder anderen Kometen, der als Tourist durch das innere Sonnensystem zieht, gibt es noch unscheinbarere Gesteinsbrocken, die etwas kritischer beäugt werden. Etwa 2004BL86, der just am Montag Erde/Mond genauer anschauen will. In nur 1,2 Millionen Kilometer Entfernung. Kosmisch gesehen klebt er an der Fensterscheibe.
Rein kilometertechnisch würde man sich soviel Abstand gegen diverse Klugscheißer und Dummschwätzer da draußen wünschen …