Archiv der Kategorie: SciFi

Interstellar – Per Gravitation durch die Zeit

Ups, da braucht ja schon der Titel einen Spoiler … Gedanken kurz nach dem Kinogang: Der Film basiert auf dem Archetyp „Äußere Reise“, wobei Cooper der Protagonist dieser Heldenreise ist. Die Technik bleibt wohltuend im Hintergrund, es geht hauptsächlich um die Menschen – und 2 bis 3 sprechende Roboter.

Klassisch: Im ersten Akt werden Coopers Freunde und Kinder vorgestellt, ihn ereilt der Ruf zum Abenteuer und es gibt tränenreichen Abschied. Im Mittelteil haben wir kleine Erfolge, v.a. Reisetechnisch, und viele harte Prüfungen, etwa auf extremen Planeten. Am Schluss stehen Todeserfahrung und Erfolg, wobei das Happy End (die Happy Endings?) viel zu ausgewalzt daher kommt.

SterneHeldentypische Eigenschaften werden nach bestem Hollywood-Rezept abgehandelt: Cooper ist mutig, beweist das er Köpfchen hat, agiert selbst und seine „Gabe“ ist in diesem Fall das pilotieren von Raumfahrzeugen. Obwohl er nicht Farmer sein möchte, hängt er sich rein und liefert prima Arbeit ab. Coopers Idealismus sticht heraus und er hat mit Brand ein Love-Interest, mit der er zwar nicht in die (schwerelose) Kiste steigt, aber das funktioniert so vermutlich besser.

Cooper geht es Anfangs auf allen 3 Ebenen schlecht: Die Frau tot (Nahbereich), seinen Traumjob als Raumfahrer gibt es nicht mehr (außen) und dann will man ihm noch seinen „Glauben“ (innen) nehmen. Herrlich gemein, die Mondlandung als Fake hinzustellen. Aber unser Held ist natürlich ein typischer Dickschädel, den er auch vererbt.

Okay, die Vorausdeutungen schreien derart laut „Achtung! Ich bin später noch wichtig!“, dass man schnell weiß, wer der Geist ist und wie er kommunizieren wird, oder wer die wissenschaftliche Arbeit vollenden wird. Aber das stört nur deswegen, weil der Schlussteil sich viel zu lange hinzieht und alles erklären will. Auch sind die Roboter wieder mal Komik-Bots aber ansonsten (trotz monolithischer Anmutung) entgegen der einen oder anderen Andeutung so wenig HAL-like, dass es eine Freude ist.

Der Wasserplanet ist toll erdacht und die Darstellung des Zeitunterschiedes für einen Unterhaltungsfilm prima gelungen. Die Erläuterung des Wurmlochs passt, auch wenn man es Cooper (und somit dem Zuschauer) nicht erst im letzten Moment mit Papier und Bleistift erklärt hätte. Egal. Coopers Kinder oder die Wissenschaftler handeln nicht ganz klischeefrei, aber auf sie als Stellvertreter für die Lage der Menschheit mochte man wohl nicht verzichten.

Keine Geräusche bei „Außenaufnahmen“ im Weltall. Das wirkt dennoch, die Musik hätte ruhig leiser (oder: gedämpft) sein können. Irgendwann fühlte ich mich an „Testpilot Pirx“ erinnert … könnte man sich mal wieder reinziehen. Der Film ist kein Mega-Kracher aber nicht nur für SF-Fans durchaus empfehlenswert.

Mit Hyperspace um sich selbst kreisend

Noch immer kreise ich beim Aufbau dieser Site um mich selbst, weil vieles fehlt – vor allem Zeit. Nebenher versuche ich eine Linksammlung aufzubauen, von Sites, die ich unbedingt viel genauer anschauen muss. Angefangen mit phantastischen Magazinen: Phantastisch, Exodus und Nova.

Oder auch der phantastik-couch, die eine nette Aufstellung der Themenkreise der Science Fiction hat.

Zwischendrin enteckt man beim schreiben im Café Guglhupf, dass es eine abenteuerliche Architektur aufweist. Die Decke des Café wurde abgestuft aufgebaut, wie die Unterseite vom Raumschiff ORION.
Cafe Guglhupf als Raumschiff OrionUnd die Bar in der Mitte entspricht dem bei der Landung ausgefahrenem Landelift.

Hab ich zuviel Phantasie oder hat sich der Architekt die Serie zum Vorbild genommen?

Und dann sind dann noch Webseiten von Schreibern und Schreiblehrenden, die ich jetzt mal völlig unsortiert aufliste.
Robert McKee, James N. Frey, H.P. Roentgen, Sylvia Englert und Andreas Eschbach, der u.a das Schriftstellerleben schön demystifiziert.
Also reich wird man mit Schreiben nicht? Hab ich schon befürchtet. Also weiter Lotto spielen …

Story- und Stil-Fragen

Gestern Abend Anfang der neuen SF-Story vorgestellt. Kam gut an. Gutes Feedback bekommen. Kleinigkeiten zu verbessern. Alle auf Fortsetzung gespannt.

Story- und Stil-FragenSoweit zur Zusammenfassung eines Treffens am gestrigen Abend. Ich bin ja selbst gespannt, wie ich das vielversprechende Setting umsetzen werde.
Nun aber zu einem Aha-Erlebnis, das sich im Anschluß noch ergab: Die Zusammenfassung, die ich oben gegeben habe, besteht aus nicht-vollständigen Sätzen, also Ellipsen, die ihrerseits zur Gruppe der Satzfiguren gehören.
Würde ich ständig so schreiben, alle Texte und Romane, könnte man mir diesen Stil zuschreiben, ja sogar vom Stiftland-Stil sprechen. Mache ich aber nicht! Jedenfalls finden sich Stilistischen Figuren selten bis gar nicht in den vielen Ratgebern für Schreibende.

Gerade für den literarischen Bereich von T. Mann bis G.G. Marquez oder E. Hemingway bis R.Schneider bekommt man praktisch nie Schreibtipps. Im Gegenteil, deren Schreibe würde oft genug den Ratschlägen zum Opfer fallen, Stichwort: kürzen!
Dabei haben schon die alten Griechen die Schreibstile unterschieden, was dann später rein auf die Zielgruppe reduziert wurde.
Schreibratgebern sollte man so oder so nicht immer alles glauben. Sonst findet man nie den eigenen Stil.

VW Trek

Shatner und Nimoy, Kirk und Spock, in einem Werbespot.
Nicht das es für SF-Fans nur die Enterprise gäbe, da sollte man Raumpatrouille mit der ORION nicht vergessen (z.B. mit Fans wie Olli Dittrich).

VW WerbungFür den internationalen Markt eignet sich zweifellos die Enterprise besser. VW machts, wie hier auf Youtube zu sehen.
Sound gut, Dialog gut, Stimmen passen, Stimmung sowieso … ok, ein Pimpf der heutzutage ausgerechnet Fan der ersten Star Trek Show ist, könnte etwas unrealistisch sein. Aber was solls. Nichts ist unmöglich. Ups, das wäre Konkurrenz. Dann doch eher: There are always possibilities …

(Das Bild stammt aus dem VW-Werbespot und gehört nicht mir)

Zwei Preis-Verleihungen

Wolfgang JeschkeWolfgang Jeschke ist wohl jedem lesenden SF-Fan bekannt. Ob als Herausgeber im Heyne-Verlag, mit legendären Jahrbüchern und Anthologien, oder als Schriftsteller („Der letzte Tag der Schöpfung“).

Die European Science Fiction Society hat ihre „Awards“ 2014 am 24. August auf der 36. Eurocon, der Shamrokon in Dublin, bekannt gegeben.
Dabei wurde Wolfgang Jeschke als Bester Autor in die „Hall of Fame“ aufgenommen.

Außerdem zeichnete die Jury des „Kurd Laßwitz Preises“ Wolfgang Jeschkes Roman „Dschiheads“ (Verlag: Heyne) als „Bester deutschsprachiger SF-Roman“ (mit Erstausgabe 2013) aus.

Da Wolfgang Jeschke leider nicht reisen konnte um die Preise entgegen zu nehmen, wurde ein würdiger Rahmen für die Übergabe gesucht.

GästeDer Heyne Verlag in München lud am Dienstag, 30. September, nachmittags in seine Räume. Zur kleinen Feier auf der Dachterasse durfen einige SF-Fans aus der Stadt anwesend sein, um für etwas Atmo zu sorgen. Die Stunde verlief angenehm und heiter, es gab freie Getränke und Bücher.
Hoffentlich gibt es bald wieder was zu feiern! 🙂

Selbstpublizierende Phantasten

Gestern Abend durfte ich beim Phantasten-Stammtisch München (findet einmal im Monat statt) das von mir über die letzten 12 Monate gesammelte Material zum Thema „Self-Publishing“ vorstellen.

Es gab ordentlich Diskussionen und Spaß. Am Ende gingen glaube ich alle zufrieden nach Hause. Für mich war es nicht die erste Runde dieser Art, aber man lernt doch immer noch hinzu.

Neben interessierten Autoren war ein aktiver Selfpublisher anwesend und der Treuhänder des Kurd Laßwitz Preises, Udo Klotz, so dass es interessante Einsichten zu hören gab.