Pizza mit Honig

Gestern lief im BR »John Irving und wie er die Welt sieht« (BR). Ein paar Einblicke in seine Arbeit hat der Garp-Autor gegeben, allerdings meint er: »Die Leute würden einschlafen, wenn sie einem Schriftsteller bei der Arbeit zuschauen würden.«
Autoren müssten das Publikum emotional wie psychologisch beeinflussen, wie Shakespeare oder Dickens.

Kräne Bauma 2013Interessant am Arbeitsprozess, wie Irving ihn zeigte war auch das von hinten nach vorne planen. So wie angeblich auch Margret Mitchell »Vom Winde verweht« entworfen hat: Vom letzten Kapitel ausgehend weiß man so im voraus, wo man die Charaktere demnächst hinhaben möchte.
Auch wenn Irving kurz das Wort »Architekt« in den Mund nahm, verwendet er dann doch eher »Straßenplan« als Metapher für das Exposé.
Das ist mir entschieden lieber, denn man muss nicht vorab jeden Grashalm am Straßenrand beschreiben und kann mittendrin auch einfach mal quer über den Acker brettern. Solange man das Ziel nicht aus den Augen verliert.

Wie kommt nun der Honig in die Pizza, oder genauer, den Pizzateig?
In der Doku wurden u.a. Leute gezeigt, die der Autor in der Vergangenheit als Vorlage für Romanfiguren dienten. Die Leute in einer Restaurant-Küche, die Irving beobachtet hatte, fanden sich im Roman wieder. Sie übernahmen umgekehrt die Idee des Autors, Honig an den Pizzateig zu geben.
Und ist es nicht das, was ein Schriftsteller gerne hätte? Die Realität ein Klitzekleinbischen verändern … 🙂

Der letzte Sonnentag …

Baum Germering… des Jahres war das. Und nein, das war nicht heute. Montag und Dienstag, beruflich auf einer Konferenz in Germering, ging es in der Pause noch mal im T-Shirt raus. Da entstand das Foto vom Baum, der nur an den Spitzen noch Blätter hält. Das war es wohl für dieses Jahr mit Wetter 🙂

In den letzten Tagen habe ich bei einem Autoren-Treffen eine weitere Geschichte aus meinem neuen Roman-Universum geschrieben und eine andere vorgelesen. Das war ein Test, denn Anfang November ist wieder Lesung vor großem Publikum.

Dann war da noch Muesumsnacht – habe mir unter anderem den Raumfahrt-Teil im Deutschen Museum gegeben. Sonnensystem, Raketen, Spacelab … Und im Erdgeschoss, bei den Fliegern wird ordentlich gefeiert. Kleiner Tipp, für nächstes Jahr … 😉

Story- und Stil-Fragen

Gestern Abend Anfang der neuen SF-Story vorgestellt. Kam gut an. Gutes Feedback bekommen. Kleinigkeiten zu verbessern. Alle auf Fortsetzung gespannt.

Story- und Stil-FragenSoweit zur Zusammenfassung eines Treffens am gestrigen Abend. Ich bin ja selbst gespannt, wie ich das vielversprechende Setting umsetzen werde.
Nun aber zu einem Aha-Erlebnis, das sich im Anschluß noch ergab: Die Zusammenfassung, die ich oben gegeben habe, besteht aus nicht-vollständigen Sätzen, also Ellipsen, die ihrerseits zur Gruppe der Satzfiguren gehören.
Würde ich ständig so schreiben, alle Texte und Romane, könnte man mir diesen Stil zuschreiben, ja sogar vom Stiftland-Stil sprechen. Mache ich aber nicht! Jedenfalls finden sich Stilistischen Figuren selten bis gar nicht in den vielen Ratgebern für Schreibende.

Gerade für den literarischen Bereich von T. Mann bis G.G. Marquez oder E. Hemingway bis R.Schneider bekommt man praktisch nie Schreibtipps. Im Gegenteil, deren Schreibe würde oft genug den Ratschlägen zum Opfer fallen, Stichwort: kürzen!
Dabei haben schon die alten Griechen die Schreibstile unterschieden, was dann später rein auf die Zielgruppe reduziert wurde.
Schreibratgebern sollte man so oder so nicht immer alles glauben. Sonst findet man nie den eigenen Stil.

Eine Website …

Teil der Homepage… braucht ein bissel Farbe.

Wenn sich schon sonst nichts tut, kann man ja an der Website basteln? Falsch! Ich habe einen Text überarbeitet, der mal Kapitel 1 eines längeren Werkes werden soll, aber bevor ich weiterschreibe möchte ich einige Meinungen haben und dazu muss das Teil poliert werden …

Über die letzten Tage habe ich mich immerhin grafisch ausgetobt und einige Detailverbesserungen an diesem „Autoren-Tagebuch“ vorgenommen (z.B. Kontaktadresse).

Das Auge liest ja mit *autsch* 🙂

Die Autoren und der Musiker

Bei unseren gelegentlichen Autorentreffen (diesmal zugegeben etwas dünn besetzt) hatten wir Dienstag Abend mit Bernd S. einen interessanten Gast, denn Musiker sind in Sachen Digitalisierung der Literatur noch ein wenig voraus. Bernd erzählte von seinen Erfahrungen mit eigener Webseite und Internet-Werbung.

Die Veränderungen über die letzten beiden Jahrzehnte beurteilt er durchaus positiv, denn etwa Eigenproduktionen lassen sich einfach erstellen.
Er gab uns interessante Anregungen, insbesondere zu „Marke“ bzw. „Themenbezogenem Auftreten“, wo wir als Gruppe es leichter hätten denn als Einzelkämpfer: Unsere Netzwerke addieren sich und der Aufwand des Einzelnen für Vermarktung sinkt.

Da Bernd – im Gegensatz zu den meisten von uns – von seiner Kunst leben muss, war interessant zu hören, dass der beste Weg, Einnahmen zu generieren, Events sind. Das heißt für uns: Lesungen. Das liegt nicht jedem und man braucht schon ein außergewöhnliches Programm um in München und Umgebung wahrgenommen zu werden. Also raus aufs Land?
Wie auch immer, wir haben viel Diskussionsstoff für die nächste Zeit 🙂 Vielen Dank, Bernd!

VW Trek

Shatner und Nimoy, Kirk und Spock, in einem Werbespot.
Nicht das es für SF-Fans nur die Enterprise gäbe, da sollte man Raumpatrouille mit der ORION nicht vergessen (z.B. mit Fans wie Olli Dittrich).

VW WerbungFür den internationalen Markt eignet sich zweifellos die Enterprise besser. VW machts, wie hier auf Youtube zu sehen.
Sound gut, Dialog gut, Stimmen passen, Stimmung sowieso … ok, ein Pimpf der heutzutage ausgerechnet Fan der ersten Star Trek Show ist, könnte etwas unrealistisch sein. Aber was solls. Nichts ist unmöglich. Ups, das wäre Konkurrenz. Dann doch eher: There are always possibilities …

(Das Bild stammt aus dem VW-Werbespot und gehört nicht mir)