Der geheimnisvolle Stern

Der geheimnisvolle Stern - Hergé / Carlsen VerlagDie Geschichte „Der geheimnisvolle Stern“ entstand 1941/42 im von deutschen Truppen besetzten Belgien.

Insbesondere der Anfang lässt, so verschlüsselt und verzerrt er ist, den Schock des Überfalls der feindlichen Armeen im Jahr davor erahnen.

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Wer kennt nicht den Zauber klarer Nächte, die einen wunderbaren Blick auf den Sternenhimmel gewähren (Seite 1). Doch was, wenn man beim Blick auf den fernen Himmel, etwas Ungewöhnliches entdeckt. Alles scheint weit weg und man ahnt nicht, was auf einen zukommt. Doch es lässt einen nicht los.
… Man traut dem Diktator im Osten alles zu, aber …
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Der geheimnisvolle Stern - Tim und Struppi im Flieger; Kunstharz-Figur, Moulinsart 2009Der geheimnisvolle Stern - Tim und Struppi und der Riesenpilz; Kunstharz-Figur, Moulinsart 2009Die Bedrohung wird zusehends größer. Mit unvorstellbarer Geschwindigkeit eilt sie heran (Seite 2). Es heißt, es wäre das Ende der Welt (5). Aber wer kann sich das wirklich vorstellen (6)?
… Die Töne werden schärfer und allmählich schwindet die Hoffnung, noch einmal davon zu kommen …

Ein Donnerschlag! Ein zweiter! Noch immer kann es keiner glauben, versucht jeder zu begreifen (7). Alpträume statt erholsamer Schlaf (9).
… Die Entscheidung naht, die Ereignisse überschlagen sich – soll man fliehen? …
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Doch das Erwachen ist noch schlimmer! Der große Knall ist da! Entsetzlicher Lärm. Das Haus wackelt. Möbel tanzen. Scheiben gehen zu Bruch. (9)
… Der Krieg ist nun unmittelbar vor der eigenen Haustüre und Militärkolonnen rollen vorbei …

Der geheimnisvolle Stern - Tim und die Ratten; Figur Pixi, 1993Durch die Straßen überall dasselbe Bild (10). Fassungslosigkeit. Wände voller Risse, Straßenschäden, zerbrochene Dachziegel (12). Apokalyptische Bilder!
… Allmählich realisieren die Menschen, was da passiert ist, und: Man lebt. Noch. …

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Gewollt oder nicht: Autor Hergé hat hier das selbst Erlebte eingearbeitet.

Die weiteren Auswirkungen auf die Menschen, zeigt die Geschichte dann nicht, denn an diesem Punkt wendet sich alles und wird zu einer Jagd nach dem Bruchstück des geheimnisvolle Sterns.
Die bedrückende Stimmung weicht, doch ist klar: Niemand sollte das durchmachen müssen!

Wasserstoff marsch! Ab in die Luft!

Als alternativer Antrieb ist Wasserstoff seit Jahrzehnten im Kommen. Das Problem ist nur, dass er nicht ankommt. Auch in diesen Zeiten bleibt die Zukunft des Wasserstoffs noch ungewiss. Momentan sieht man sein Potential nur noch im Schwerlastverkehr. Dazu gehört auch die Luftfahrt, wo es bekanntlich nicht nur Flugzeuge gibt.

Wenn es um Wasserstoff geht, fallen einem sogleich Luftschiffe ein. Die könnten als Traggas Wasserstoff verwenden – natürlich mit neuen Materialien, um die Tragödien vergangener Zeiten zu vermeiden. Sie könnten Wasserstoff transportieren und den zusätzlich Auftrieb mit Fracht ausbalancieren. Schlussendlich könnten Luftschiffe den Wasserstoff auch beim Antrieb nutzen.

H2 Clipper

Die Leute von H2 Clipper in Kalifornien sind schon dabei diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Die ersten Konzepte sind vielversprechend, aber natürlich gibt es bei der Umsetzung noch einige Hürden zu überwinden. Ob es mit der Zeppelin-Konkurrenz was wird, muss also die Zukunft zeigen.

Laszlo Carreidas - Figur Resin 2014Übrigens wird das Projekt vom Softwarehersteller »Dassault Systems« gefördert. Marcel Dassault war der Unternehmer, der als Vorbild für dem Milliardär Laszlo Carreidas in »Flug 714 nach Sydney«, aus der Comic Serie Tim-und-Struppi, diente.

Als man in der Redaktion von »Business Punk« kürzlich überlegte, was die luxuriösesten Transportmittel für Leute sein könnten, die nicht auf den Preis schauen, kam man auf ein Luftschiff.
Natürlich nicht irgendeines, sondern auf das von OceanSkyCruises, das sich als fliegendes Fünf-Sterne-Hotel sieht, das langsam über die Erde zieht und Suiten für 100000 Euro am Tag vermietet. Komfortables, leises und umweltbewusstes reisen, insbesondere zum Nordpol!

OceanSkyCruises
Einziger Schönheitsfehler: Noch ist das Luftschiff nicht gebaut. Auch hier wird die Zukunft zeigen müssen, ob sie halten kann, was mancher sich von ihr verspricht.

Erster Tim und Struppi Kinofilm

3 Figuren-Diorama (2009) - Tim trifft Haddock, Struppi im SchlepptauTim und Struppi treffen Kapitän Haddock auf der großen Leinwand. Tim war da schon beinahe 20 Jahre alt und Hergé stand mit 40 gerade am Neuanfang mit dem TINTIN Magazin. Steven Spielberg, Regisseur des Performance-Capture Films von 2011, war gerade ein Jahr alt, als der erste Tintin-Film Premiere feierte.

Le crabe aux pinces d or - DVDDer Film von dem die Rede ist heißt nicht »Das Geheimnis der Einhorn«, obwohl das Album damals schon erschienen war, sondern »Le crabe aux pinces d’or« (d.i. Die Krabbe mit den goldenen Scheren).
Er wurde im Stop-Motion-Verfahren gedreht, das heißt, er besteht aus Bild für Bild animierten Figuren. Insgesamt nett gedacht aber wenn sich während einer für die Beteiligten technisch herausfordernden Produktion auch noch finanzielle Probleme bemerkbar machen, wirds schwer.

Le crabe aux pinces d or - KinoplakatMan hat es immerhin geschafft, den Puppenfilm ordentlich zu Ende zu bringen. Nach 59 Minuten Spielzeit verabschiedet sich Struppi mit einem Knochen im Maul. Die Handlung folgt insgesamt recht getreu dem Album »Die Krabbe mit den goldenen Scheren«.

Premiere hatte der Film am 21. Dezember 1947 im Brüsseler ABC Theater, Place Saintctelette, wo er bis 11. Januar 1948 laufen sollte. So viele Aufführungen erlebte er offenbar nicht.
Die Krabbe mit den goldenen Scheren - OriginalzeichnungenDa der Produzent, Wilfried Bouchery, bankrott ging, wurden Vermögenswerte, darunter alle Filmrollen, vom Gericht beschlagnahmt. Daher ging diese Art Film nicht in Serie.

Eine erhaltene Kopie des Films liegt mittlerweile in der Cinémathèque Royale. Am 14. Mai 2008 wurde der Film auf DVD (PAL, Region 2) veröffentlicht. Erhältlich ist er nur in der original französischsprachigen Fassung.

Zeppelin: Bilder, Modelle, Zigarren … nein: Handtasche!

Hier gehts nicht um eine »NT Einkaufstasche« oder einen »Led Zeppelin Bag«. Nein, diese Handtasche für die Dame, die ihre Luftschiffbegeisterung zeigen möchte, ist über hundert Jahre alt. Zur ersten Internationalen Luftfahrtausstellung in Frankfurt, 1909, ließ man sich so einiges einfallen, denn Zeppeline schwebten dabei natürlich auch am Himmel.

Zeppelin Handtasche

Bei der Veranstaltung »Salon Frankfurt: Mythos Zeppelin«, die 21/22 in Frankfurt stattfindet, wird ein Exponat aus den Beständen des »Historischen Museums« der Stadt mit einem Kapitel Stadtgeschichte kombiniert. Eine schöne Idee, die auch solch skurrile Stücke in Erinnerung bringt, die aus einer Zeit stammen, als die Luftfahrt noch Begeisterungsstürme hervorrief.
Wobei: Wie wäre es mit einem solarbetriebenen Luftschiff, das lautlos starten und landen kann? Das würde heutzutage sicher nicht nur bei lärmgeplagten Mitmenschen, sondern auch bei solchen mit Umweltbewusstsein, einigen Jubel hervorrufen. Ob das aber zu einer Renaissance der Zeppelin-Handtasche führen würde?

Reisepass zum Mond

Ab dem 7. Februar können Belgier einen ganz neu gestalteten Reisepass beantragen auf den Tim und Struppi Fans in allen anderen Ländern neidisch sein werden. Die Einreise-Beamten in aller Welt können ihren Lieblingscomic abstempeln, sofern er einer von 16 ausgewählten belgischen ist. Die 34 Seiten im Pass sind mit den Comichelden auf Reisen verziert und neben Tim und Struppi finden sich da u.a. die Schlümpfe oder Spirou.

BRF Belgischer Reisepass

Ein Highlight ist die erste Seite, denn die ist mit der rot-weißen Rakete aus Tim und Struppis Mondreise verziert.
Clevere Beamte: Fans, die nicht reisen, werden sich das Dokument wohl dennoch zulegen, und die 65 Euro dafür ausgeben. Wer nicht extra für die Eil-Lieferung zahlen will, erhält den Reisepass nach Beantragung in nur einer Woche.

Spiegel.de Belgischer Reisepass
Der Spiegel wählt ausgerechnet ein Motiv aus einem der Kinofilme für den Artikel

Falls mal Comic-Motive für einen gesamteuropäischen Reisepass gesucht werden, sollte man auf das Design zurückkommen! Figuren und Serien gibt es genug. Ich wüsste da schon eine …

WOLKEN-TRÄUME – Die Lazzarini Luft-Yacht

Auf »Boat International« war letzte Woche ein aufsehenerregender Entwurf von Pierpaolo Lazzarini zu sehen. Der italienische Designer begeistert immer wieder mit technischen Visionen und futuristischen Konzepten. Diesmal ist es eine großartig Luftjacht, mit der man über den Himmel cruisen könnte.

boat international lazzarini air yacht

Der faszinierende Entwurf eines Trimarans der Lüfte ist 150 Meter lang und 80 Meter breit. Außen befinden sich die beiden mit Helium gefüllten Tragkörper mit 20 Metern Durchmesser, die an klassische Luftschiffe erinnern. In der Mitte halten sich die Passagiere auf, wozu sechs Suiten mit Badezimmern sowie ein großer Wohnbereich zur Verfügung stehen.

Das an Verbindungsstegen aufgehängte Mitteldeck ist 10 Meter breit. Die Hauptkabine bietet einen spektakulären Rundum-Blick. Die Jacht der Lüfte soll jedoch nicht nur einschweben und auf Gras landen. Auch wassern ist möglich, um mal eben baden zu gehen. Anschließend kann die Luftjacht mit ihren vier gegenläufigen Propellern, die solarbetrieben je 950 PS liefern, über die Wellen rauschen.

Lazzarini - Air Yacht

Zur Sicherheit wird das Traggas in wie Bienenwaben angeordnete Zellen gefüllt. Die Strukturen und die Verbindungsstege sollen aus Kohlefaser gebaut werden. Grundlage ist unverkennbar Luftschifftechnik, doch wer kann sagen, inwieweit dieser innovative Entwurf einer fliegenden Jacht wirklich praxistauglich wäre?
Neben zahllosen Bildern gibt es auch ein kurzes Video.

Die Himmelsjacht wird kein alltäglicher Anblick und ist bei einem Preis von geschätzt 550 Millionen Euro nicht für Pauschaltouristen gedacht. Es zielt eher in Richtung der Superreichen, die Privatjet fliegen und ihre vor Monaco geankerten Schiffe mit dem Hubschrauber aufsuchen. Hier geht es, wie bei Hypercars, um Statussymbole mit Stil, die man sich eben leisten kann. Hoffentlich findet sich jemand, der diese Form des Traumschiffes zum Schweben bringt.

Sammlerfreude: Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn / Der Schatz Rackhams des Roten – 1982

Das Geheimnis der Einhorn - BertelsmannDoppelband „Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn / Der Schatz Rackhams des Roten“ von Hergé, 128 Seiten
Verlag: Bertelsmann, 1982 (Softcover)

Lizenzausgabe mit Genehmigung von a./s. presse-illustrations-bureau, Kopenhagen … für Bertelsmann Reinhard Mohn OHG, Gütersloh …
(c) PIB / Casterman / Carlsen Verlag 1978 … Einbandgestaltung: Elke Niemann unter Verwendung einer Zeichnung von Herge …

Das Cover zieht sich über Vorder- und Rückseite. Es zeigt das Bild von Seite 19 (19C), allerdings etwas anders koloriert und hinten-links sogar zentimeterweit ergänzt. Ob mancher dachte, er würde eine historische Piratengeschichte kaufen?
Die Cover-Innenseiten zeigen die aus den Standard-Alben bekannten Portraits, allerdings weniger grau sondern in kräftigem schwarz.

Siehste 32 / 1979 mit Tim und StruppiEs gibt nur wenige kleine Unterschiede zur damaligen Album-Ausgabe z.B.: Auf dem Straßen-Schild 17B2 steht „Mommse Straße“ statt „Mommsen-Straße“. Die Flagge des Schiffes, zwischen 15A und 18B2 zigmal zu sehen, ist mit Lilien verziert auf blauem Grund. Rund um die Welt finden sich ja viele Flaggen-Varianten. Veröffentlichungen in „Fix & Foxi“ oder „Siehste“ zeigten zu jener Zeit blanke Flaggen, während in deutschen Alben-Ausgaben im Allgemeinen die Britische Flagge zu sehen ist (interessanterweise nutzt der englische Making-Of Hardcover mit dem Doppelabenteuer eine blanke, blaue).

Reizvoll an dem Stück ist natürlich das wirklich andere Cover – der Inhalt des Buches ist ja bekannt. Preislich liegt das Teil wohl zwischen 7,50 und 20 Euro.

Zeppelin-Erinnerungen

Dieses Jahr in Zeitungen gefunden: Fotos die an die Zeit der Zeppeline vor 90 bis 115 Jahren erinnern. Damals (wie heute) große Ereignisse, die von den Menschen auf Fotos festgehalten wurden.

Im Beitrag »Zeppelin landet in Südthüringen« auf insuedthueringen vom Oktober gibt es zig Bilder:

insuedthueringen - Zeppelin landet in Südthüringen

Passend dazu »Luftschiffe auf Postkarten – Zeppelin grüßt aus Sonneberg« von August.

insuedthueringen - Zeppelin grüßt aus Sonneberg

Im September berichtete die Badische-Zeitung über einen Zeppelin über Freiburg 1909. Fotos darf man gucken, der Text ist kostenpflichtig.

badische-zeitung - 1909 entstanden beeindruckende Fotos von einem über Freiburg fliegenden Zeppelin

Nebenbei gesagt